Manuelle Lymphdrainage

Unter dem Begriff „manuelle Lymphdrainage“ versteht man die Entstauung (Drainage) bzw. die Aktivierung des Lymphflusses durch bestimmte physio-therapeutische Techniken. Diese Techniken beruhen auf vier Grundgriffen, die von Dr. Emil Vodder entwickelt wurden.

Die meist groß angewandten Massagegriffe (Drainage) werden im Verlauf der Lymphgefäße in Abflussrichtung angewandt. Die Griffe bestehen immer aus zwei Phasen, der Schubphase und der Nullphase. Mit der Schubphase wird immer in die gewünschte Abflussrichtung gearbeitet, bei der Nullphase entsteht eine Sog-wirkung (sehr angenehme und sanfte Technik mit großer Wirkung)

Wirkung der MLD

  • Verschiebung von Gewebsflüssigkeit
  • Verfestigtes Bindegewebe wird gelockert
  • Die Aufnahme von Gewebsflüssigkeit in die Lymphgefäße wird verbessert
  • Steigerung der Lymphgefäßmotorik
  • Stoffwechselanregung

Indikationen

  • Primäre Lymphödeme, Fehlanlagen im Lymphgefäßsystem
  • Sekundäre Lymphödeme z.B. nach einer OP oder nach Bestrahlung

Kindindikationen

  • dekompensierter Herzinsuffizienz
  • akute Entzündungen
  • unklares Tumorgeschehen (muss vorher mit dem Arzt abgeklärt werden)

Plebthrombose

Eine Kombinationstherapie mit der Lymphdrainage ist die

  • Kompenssion, Bandage
  • Hautpflege und
  • Entstauungsübungen

 

Zuletzt aktualisiert am 25.09.2015 von Torsten Junggebauer.

Zurück